Wandlungen und Rückabwicklung in der BMW Niederlassung Bonn – Erfahrungen

Nachdem ich ja meine Persönlchen Erfahrungen mit meiner 640d xdrive Gran Coupe mit der BMW Niederlassung Bonn machen durfte (siehe anderer Beitrag auf dieser Seite), möchte ich den Sachverhalt “Wandlung” noch einmal genauer beleuten.

Der Begriff “Wandlung” existiert rein rechtlich nicht, vielmehr spricht man von “Rückabwicklung”
Dies trifft nicht nur auf Autos zu sondern gilt auch für viele/alle anderen gekauften Sachen..

Mich interessiert an dieser Stelle allerdings nur das Thema Auto und die BMW Niederlassung Bonn und meine Erfahrungen mit dem Serviceleiter.

Ist ein Fahrzeug mangelhaft, kann der Käufer (oder Leasingnehmer) es unter bestimmten Voraussetzungen zurückgeben also vom Kaufvertrag zurücktreten. Es müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein.

1. es muß einen Mangel / oder mehrer Mängel geben
2. es muß dem Verkäufer eine Frist zur Nachbesserung gegeben werden
3. die Nachbesserung ist zweimal erfolglos gewesen
4. es muß eine förmliche Rücktrittserklärung stattfinden (beweisbar!)

Was genau ist aber ein Mangel?
Der Jurist fängt an, zwischen Rechtsmangel und Sachmangel zu unterscheiden.. Für uns interessant ist allerdings nur der Sachmangel.
Wenn sich ein Fahrzeug nicht für die gewöhnliche Verwendung eignet (=das Autofahren) zum Beispiel durch Fehlermeldungen etc. liegt also ein Sachmangel zweifelsfrei vor.

Darüber hinaus muß man dem Verkäufer die Chance geben zur Nachbesserung bzw. Fehlerbeseitigung. Hier ist es ratsam beweisbar eine Frist zu setzen.

Nachbesserung ist zweimal erfolglos gewesen… HIER GANZ WICHTIG: lasst Euch von Eurem Autohändler das genaue Fehlerprotokoll zeigen. Die BMW Niederlassung Bonn hat mir dies verweigert, dies sei nur für interne Zwecke bestimmt.. Es ist ganz wichtig, dass man mit diesen Protokollen dann bei Gericht alles nachweisen kann. Insbesondere in der Gewährleistungszeit bekommt man nach den ersten Nachbesserungsversuchen ja quasi NICHTS an die Hand.. ausser Hoffnung.

Rücktrittserklärung: BITTE SCHRIFTLICH ! Und genau lesen, wer der Vertragspartner ist, unterscheidet zwischen Niederlassungen und Vertragshändlern. Sonst schreibt man je nachdem den Falschen an.

Wenn man sich auf eine Wandlung tatsächlig einigt (meine Erfahrung mit der BMW Niederlassung Bonn sieht leider anders aus), so wird dies meist Zug-um-Zug durchgeführt:

– Fahrzeugrückgabe und kurz danach Erstattung des Kaufpreises / der Leasingraten
– es muß eine Nutzungsentschädigung seitens des Käufers/Leasingnehmers gezahlt werden

ACHTUNG ! Hier machen es sich die Autohäuser sehr einfach…
Die Nutzungsentschädigung richtet sich nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer und der angenommenen (vermuteten) Gesamtfahrleistung des Autos.
–> der Verkäufer wird also immer bestrebt sein, die (vermutete) Gesamfahrtleistung des Autos herunterzurechnen, um eine höhere Nutzungsentschädigung zu erhalten.

Mein Beispiel:
BMW Niederlassung Bonn sagt:
BMW 6er Gran Coupe 150.000 km (vermutete) Gesamtleistung
meine Fahrleistung: ca. 50.000 Km
–> ich hätte bei Rückabwicklung 33% des Kaufpreises zu erstatten als Nutzungentschädigung

Ich sage:
BMW 6er Gran Coupe 350.000 km(vermutete) Gesamtleistung
meine Fahrleistung: ca 50.000 km
–> ich hätte ca. 14% des Kaufpreises zu erstatten als Nutzungsentschädigung.

Wir reden hier allen also schon über einen Unterschied von ca. 20.000 Euro in meinem Fall.
Die vermutete Gesamtleistung sollte man also in der Wichtigkeit keinesfalls unterschätzen!

Des weiteren muß der Verkäufer ebenfalls Zinsen an den Käufer zahlen, schließlich hat er das Kaufpreis quasi zu Unrecht bekommen.

Je nach Aufwand und Mangelhaftigkeit des Fahrzeugs gibt es weitere Möglichkeiten, die man sich von einem guten Anwalt erklären lassen sollte.

mögli

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